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Was kaum einer weiß: Bereits seit 1979 wurde die Grundidee eine Spielekonsole für unterwegs in Microvision umgesetzt. Die technische Umsetzung und die Haltbarkeitsdauer der verwendeten Materialien sorgten jedoch für keine lange Lebensdauer. Immerhin hatte man die Auswahl aus ganzen 13 Spielen. Der Game Boy von Nintendo zehn Jahre später ist da eher in den Köpfen geblieben. Was folgte ebnete den Weg zu der gegenwärtigen Vielzahl an Handy-Spiele aus dem App-Store. Wir haben die Möglichkeiten und Grenzen dieser mobilen Spielwelt uns näher angeschaut.
Der Schritt auch aus dem Mobiltelefon ein multimediales Gerät zum Spielen zu machen ließen in Klassikern wie Snake eine virtuelle Schlange sich auf unzähligen Handys vollfressen. Mit der Spiele-Entwicklung unter der Benutzung von Programmiersprachen wie Java (J2ME) konnten mobile Spiele auch im Nachhinein erst auf das Handy installiert werden. Firmen wie Jamba wurden dadurch bekannt und umsatzstark. Moderne Smartphones verfügen für ihre Größe über eine teils starke Grafik- und Prozessorleistung. Spiele die mit simpler oder komplexerer Grafikqualitiät aufwarten gibt es gerade in den großen App-Stores von Apple oder Android zu Hauf. Selbst der Preis, für meist ein paar Euro oder weniger, ist geradezu einladend um sich das einen oder andere Spiel herunterzuladen. Bisherige Bremse für aufwendigere Spiele ist meist der noch zu geringe Arbeitsspeicher. Auch die meist eher unhandliche und unpräzise Steuerung lässt Spiele mit komplexeren Gameplay nur schwer zu. Mit dem Android-Smartphone Sony Ericsson Xperia Play wurde der Versuch unternommen mobile Spielekonsole und Handy zu verbinden. Die derzeitige Vielzahl an Spielen verschiedener Genres samt ihrer grafischen Umsetzung reicht aber für das mobile Vergnügen zwischendurch vollkommen aus. Durch die Verbindung zum Internet kann sich online vernetzt, zusammen gespielt und das Ergebnis verglichen werden. Mit Games die Augmented Reality unterstützen verschmilzt die Realität mit der Virtualität. Spielelemente werden auf dem Display in den per Kamera aufgenommenen realen Hintergrund projiziert. Auch gibt es bereits für Handys mit 3D-Unterstützung Spiele in der dritten Dimension. Selbstredend seien dabei die Spiele bei der das Smartphone selbst ein Teil des Konzeptes wird nicht vergessen. Zu nennen sind hier zum Beispiel Adaptionen von Scotland Yard oder GPS-gestützte Schnitzeljagden (Geo-Caching). Um diese im vollen Umfang zu nutzen, empfiehlt sich eine mobile Internet Flat (auch als Option zu seinem Prepaid-Tarif).
Immer mehr Entwickler entdecken die Spielewelt auf dem Handy für sich, gerade mit den noch relativ jungen Märkten für Apps, läuft parallel zum und beeinflusst vom Smarthphone-Boom ein Wettkampf um die beliebtesten Handy-Spiele. Dabei steht die Möglichkeit im Vordergrund, schnell mehrere kleine Episoden durchzuspielen, als stundenlang für eine bestimmte Ebene zu benötigen. Die Zukunft der mobilen Spielewelt ist gewiss. Eine Konkurrenz für Konsolen oder PC-Software stellt sie jedoch keineswegs dar, mehr ein gern gesehener Zeitvertreib für Zwischendurch. Auch wenn der Erwerb samt Runterladen der Spiele schnell und simpel von statten geht, sollte man alleine aufgrund des Sicherheitsaspektes nicht jedes interessant klingende Spiel runterladen. Sorgen, dass man bei genauerer Suche nicht das richtige Spiel findet, muss man jedenfalls keine haben. Auch Snake gibt es mittlerweile in vielfacher Ausführung. |